Dieter Kölpien erhält Kulturerbe-Preis 2019

Der Träger des Preises der Stiftung Mecklenburg für besondere Verdienste um die Bewahrung und Vermittlung mecklenburgischen Kulturerbes ist im Jahr 2019 der Ortschronist Dieter Kölpien aus Güstrow.

„Der Preisträger setzt sich in seiner Heimatstadt seit vielen Jahren dafür ein, dass lokale Geschichte erforscht und vor dem Vergessen bewahrt wird. Mit Ergebnissen seiner lokalhistorischen Recherchen hat sich Dieter Kölpien mehrfach auch bei stadtpolitischen Entscheidungsprozessen zu Wort gemeldet und somit Gegenwart gestaltet“, begründet Dr. Florian Ostrop, Geschäftsführer der Stiftung Mecklenburg, die Entscheidung des Vorstands.

Dieter Kölpien hat nicht nur Publikationen zu vielfältigen Themen der Stadtgeschichte vorgelegt, sondern auch die 2014 erfolgte Verleihung der Ehrenbürgerwürde für den Schriftsteller John Brinckman beantragt. Er setzte sich zudem mit Nachdruck dafür ein, dass eine 1933 verliehene Ehrenbürgerschaft dem einstigen NSDAP-Gauleiter Friedrich Hildebrandt nach Jahrzehnten wieder entzogen wurde, und brachte die Benennung des Güstrower Stadtarchivs nach dem verdienten Archivar Heinrich Benox auf den Weg.

Dieter Kölpien engagiert sich aktiv für die Pflege der niederdeutschen Sprache und präsentiert seine Forschungsergebnisse einem breiten Publikum auf der von ihm betriebenen Internetseite www.stadtgeschichte-guestrow.de.

Die Preisverleihung erfolgte im Rahmen der Fachtagung für Ortschronistinnen und -chronisten in Parchim am 19. Oktober 2019.

Bildunterschrift: Übergabe der Preisurkunde an Dieter Kölpien (rechts) durch Dr. Florian Ostrop in Parchim am 19.10.2019. Links im Bild Tagungsmoderator Dr. Reno Stutz. Foto: Annett Ludwig