Wanderausstellungen

Die Stiftung Mecklenburg bietet und unterstützt neben einigen langfristigen Ausstellungsprojekten auch Wander- und Wechselausstellungen, die gebührenfrei zur Präsentation als Leihgabe zur Verfügung stehen. Nehmen Sie gern einfach zu uns Kontakt auf.

Herrenhäuser in Mecklenburg im Wandel der ZeitenMecklenburg ist auf Grund der einstigen Vielzahl an ritterschaftlichen Gütern noch heute reich an Herrenhäusern. Zu den frühesten Bildquellen dieser Bauten gehören Fotografien aus dem Verlag „A. Mencke & Co.“. Dieser Verlag hatte sich aus einem „photographischen Institut“ entwickelt. Um 1865 schuf er sich mit Aufnahmen von Schlössern und Herrensitzen ein neues Standbein. Mecklenburg avancierte zu einer Schwerpunktregion der fotografischen Tätigkeit.

Von den sogenannten „Mencke-Aufnahmen“ aus Mecklenburg besitzt die Stiftung Mecklenburg über einhundert. Mit der Wanderausstellung „Herrenhäuser im Wandel der Zeiten“ von Sabine Bock, Schwerin, die in Zusammenarbeit mit dem Thomas Helms Verlag entstand, erinnert sie an dieses bewahrenswerte Kulturgut. In einzelnen Kapiteln blättert die Ausstellung den vergangenen Reiz der Herrenhäuser mit ihren Park- und Wirtschaftsanlagen, ihren Baustilen und ihrem späteren Schicksal auf. Dabei werden die historischen Aufnahmen in den Kontext der aktuellen Situation und des jüngsten Forschungsstandes gestellt.

Technische Angaben:

Umfang:  30 Bild- und Textbanner (120 x 60 cm) zum Hängen
Begleitbroschüre:  2,00 EUR Verkaufspreis
Leihgebühr:  keine
Versicherung:  2.000,00 EUR
Kosten:  Transport, Versicherung, Begleitbroschüre auf Kommission
Übernahme:  nach Absprache

Helene Dolberg, Einsamer Strand, Linolschnitt, um 1920 Mit den ausgewählten Bildern aus eigenem Bestand rückt die Stiftung Mecklenburg Kunst von Frauen in den Blick. Dreißig druckgrafische Werke von 12 Künstlerinnen, die in Mecklenburg tätig waren oder sind, umfassen einen Zeitraum von nahezu einhundert Jahren.

Einige der Künstlerinnen aus der älteren Generation sind in der Kunstgeschichte des Landes noch immer wenig bekannt, so Anna Saur, Helene Dolberg oder Tisa von der Schulenburg. Sie vertreten jene Generation, denen der Zugang zu den Kunstakademien vor 1918 noch verwehrt war.

Heute lebende Künstlerinnen wie Inge Jastram, Britta Matthies oder Antje Fretwurst-Colberg vertreten in der Kunstszene des Landes wichtige und anerkannte Positionen.
Mit Arbeiten von ihnen sowie von Katrin Lau, Bützow, und Prof. Ruth Tesmar, Schwerin, konnte die Stiftungssammlung in jüngster Zeit erweitert werden.

Erstmals wurden diese nun gemeinsam mit älteren Sammlungsbeständen gezeigt.

Technische Angaben:

Umfang:  30 Grafiken, leichte Alurahmen, Größen von 40 x 30 cm bis 60 x 85 cm, 2 Texttafeln 90 x 70 cm, Text- und Bildmaterial auf Wunsch
Leihgebühr:  keine
Versicherung:  7.500,00 EUR
Kosten:  Transport
Übernahme:  nach Absprache

Eine Ausstellung der Stiftung Mecklenburg und der Landeszentrale für Politische Bildung M-V

Konzeption, Texte, Bildauswahl: Brit Bellmann, Schwerin
Layout, Gestaltung: k5design Karen Köthner, Wismar

Etwa eine Million Deutsche, die in Folge des Zweiten Weltkrieges ihre Heimat in Südost- und Osteuropa verlassen mussten, verschlug es nach Mecklenburg und dem verbliebenen Teil Pommerns westlich der Oder. Mehr als ein Drittel von ihren waren Kinder. Wie erlebten sie ihre Ankunft und Aufnahme? Wie gestaltete sich Kindheit in fremder Umgebung in der unmittelbaren Nachkriegszeit? Was konnte die Aufnahmegesellschaft unter dem Diktat der Neuordnung nach sowjetischem Vorbild für diese Kinder leisten? Viele Zeitzeugen haben, in fortgeschrittenem Alter oft auch schriftlich, über ihr Schicksal berichtet. Auf der Basis von Gesprächen und Berichten, neuerer Literatur und Quellen gibt die Ausstellung Einblick in Kindheiten, die von Hunger und Verlust, Mangel und schwerer Arbeit geprägt waren. Gerade in Mecklenburg und Vorpommern, wo das Schicksal der Vertreibung fast jeden zweiten Einwohner betraf, ist die Erinnerung trotz jahrzehntelangen Schweigens unter sozialistischen Verhältnissen noch heute sehr präsent. Kinder auf der Flucht – das ist immer noch ein hochaktuelles Thema. Die Folgen, das zeigen die Erfahrungen Befragter, wirken lebenslang.

Themen:

  • Nationalstaat und Minderheiten
  • Frieden? Deutschland am Ende des Zweiten Weltkrieges
  • Aufnahmeland Mecklenburg
  • Kein Hüsung: Wohnungsnot, Notlösungen
  • Lagerleben: Quarantäne- und Wohnlager
  • Neue Wurzeln im eigenen Boden: Vertriebene und Bodenreform
  • Rettet das Kind!
  • Die Schule beginnt
  • Massenhaft allein: Waisen und unbegleitete Kinder
  • Jugendliche ohne Familie
  • Die Ungewollten: Vergewaltigungen und die Folgen
  • Gesuchte Kinder: das Wirken der Suchdienste und eine Geschichte mit gutem Ende
  • Die Kinder aus Ostpreußen
  • Plötzlich ist alles wieder da: die Erinnerung lebt weiter

Aus dem Gästebuch:

„Bitte an alle Lehrer: eine Stunde mit euren Schülern hier gemeinsam verbringen.“
Familie Hesse, 29.01.2019

„Es fällt nicht leicht, die Ausstellung detailliert zu betrachten. Trotzdem ist sie nützlich – und notwendig.“
H. Bomke

„Unendlich emotional und berührend – auch wenn man, wie ich, kein Flüchtlingskind ist…“
R. Widermann, 05.02.2019

„Unabhängig von Mecklenburg sollte diese Ausstellung bundesweit gezeigt werden. Liest man sich alles durch, fühlt man mit den Zeitzeugen mit. Ein gelungenes Projekt!“
A. Gerwitz, Sohn jüdischer Emigranten, geboren in Moskau, Urenkel zweier gefallener Rotarmisten. 01.03.2019

„Danke für diese mutige und eindrückliche Ausstellung und besonders für den Bezug zur gegenwärtigen Situation!“
S. Wegner, 03.03.2019

„Eine informative und zutiefst berührende Ausstellung… Je älter ich werde, desto mehr erahne ich, wie sehr Heimatlosigkeit durch Flucht und Vertreibung das gesamte Leben prägt und auch uns folgende Generationen beeinflusst. Kein Hüsung – was das alles bedeutet! Gestern wie Heute. DANKE für das Erinnern.“
R. Irene Lindner, 10. März 2019

Technische Angaben:

Die Ausstellung umfasst 15 Bild- und Texttafeln und eine Impressumstafel.
Sie besteht aus 16 leicht aufstellbaren Rollups (85 x 210 cm) in Tragetaschen.
Die Ausstellung kann gebührenfrei über die Stiftung Mecklenburg in Schwerin entliehen werden.
Auf Wunsch kann über das Gestaltungsbüro k5design in Wismar ein pdf für Flyer oder Plakat zur Verfügung gestellt werden.
Die Kosten für die Gestaltung mit den eigenen Ausstellungsdaten und die Druckkosten trägt der Leihnehmer.
Die Kosten für Versicherung und Transport trägt der Leihnehmer.
Der Transport muss durch den Leihnehmer sichergestellt werden.

Wanderausstellung Virtuelles Landesmuseum 1Am 27. März 2015 fand die Eröffnung unserer Wanderausstellung zum Virtuellen Landesmuseum Mecklenburg im Kreisagrarmuseum in Dorf Mecklenburg statt.

Dort informierte eine große Messewand über das Projekt zur Geschichte Mecklenburgs.
Ein integrierter Touchscreen erlaubt dem Besucher das Entdecken des virtuellen Museums vor Ort und veranschaulicht die einfache Bedienung des Internetprojekts.
Besonders spannend war der direkte Vergleich zwischen den originalen Exponaten des Kreisagrarmuseums und deren drehbaren Aufnahmen im virtuellen Museum.

Wanderausstellung Virtuelles Landesmuseum

Die Wanderausstellung soll reihum in allen 30 bislang am Projekt beteiligten Museen zu sehen sein.

Zwei Museen in einem – ein ganz besonderes Angebot!