Mencke-Fotos

Historische Herrenhaus-Fotografien

Durch August Mencke und die Mitarbeiter seines Ateliers in Hamburg-Wandsbek wurden in der zweiten Hälfte des 19. Jahrhunderts deutschlandweit hunderte, vielleicht mehr als tausend Fotografien von Schlössern und Herrenhäusern angefertigt und einzeln sowie in Mappen zum Verkauf angeboten.

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Mecklenburg stellt nach dem bisherigen Kenntnisstand den Ausgangspunkt der Aufnahmetätigkeit des Verlages dar. Bisher ist nur wenig über August Mencke bekannt geworden, doch ein Zeitungsbericht, der im August 1867 in Schleswig-Holstein veröffentlicht wurde, macht deutlich, welchen besonderen Stellenwert die mecklenburgischen Bilder haben. Es wird darüber berichtet, dass das »renommierte photographische Atelier von A. Mencke & Co. in Hamburg, … unlängst ein Album mecklenburgischer Schlösser und Güter herausgegeben« habe, das großen Beifall gefunden hätte. Man warb nun dafür, ein solches auch für Schleswig-Holstein anfertigen zu wollen. Eine Mark und acht Schillinge kostete eine auf Karton aufgezogene Fotografie, so viel wie man damals etwa für ein Kilogramm Butter bezahlen musste – der Wochenlohn eines mecklenburgischen Knechtes hätte gerade für zwei Bilder gereicht.

Will man heute antiquarisch eine solche Aufnahme erwerben, muss man den Preis für fast 25 kg Butter aufwenden und noch immer müsste man in der Landwirtschaft eine Woche arbeiten, um sich zwei Bilder kaufen zu können! Doch unabhängig vom materiellen Wert der Bilder kann ihre Bedeutung nicht hoch genug eingeschätzt werden, jedes Bild gibt einen unvergleichlichen Einblick in den Bestand der Güter, Herrenhäuser und Parkanlagen. Das genaue Hinsehen offenbart Details, die eine schier unerschöpfliche Quelle zu den Lebenswelten darstellen. Schon 1867 warb das Atelier Mencke damit, dass der »Aufnahmepunkt mit künstlerischem Blicke« gewählt sei und die Schärfe der Bilder nichts zu wünschen übrig ließe, »man sieht jedes Blatt am Baume, jeden Schilfhalm im Wasser«.

Aber auch das herrschaftliche Leben im Park ist zu sehen.
Und man begegnet den dienstbaren Geistern im Garten.

Sabine Bock