Sonderausstellungen im Schleswig-Holstein-Haus

Ausstellung in Kooperation der Stiftung Mecklenburg und der Landeshauptstadt Schwerin

28. August bis 3. Oktober 2017

Schleswig-Holstein-Haus Schwerin, Puschkinstraße 12, 19055 Schwerin

und im Dom zu Schwerin.

Oft zufällig traf Manuela Koska auf die Menschen, die sie dann vor ihre Kamera holte und mit denen sie zugleich Interviews führte. Menschen, die in Mecklenburg-Vorpommern zu Hause sind. Wobei sie sich nicht nur auf „Ur-Einwohner“ beschränkte, sondern auch auf jene, die von irgendwoher kamen und blieben, mit ihren Kulturen, Weltanschauungen, Lebensweisen und Besonderheiten. Sie alle hat sie portraitiert: die „Zuwanderer“, die „Ausländer“ und die „Einheimischen“. Eine Art Bestandsaufnahme, ohne Wertung, ohne Bewertung.

Und sie hat grundlegende Fragen gestellt: Was bedeutet uns Heimat und wie viel Wert messen wir ihr bei? Wer sind wir? Was ist mit unserer Identität in dieser globalen Welt? Wer ist der Mensch uns gegenüber? Können und wollen wir reflektieren? Wo dürfen wir sein? Sind wir hier erwünscht?

Und sie gibt Antwort zur Identität. Was bin ich? Mensch.

 

Fotos von Walter Hinghaus und Harry Hardenberg

2. September bis 15. Oktober 2017 in der Stiftung Mecklenburg

Di – So 11 – 18 Uhr

Eintritt: 3 Euro

Die wohl populärste Schilderung einer mecklenburgischen Auswandererkarriere verfasste Johannes Gillhoff 1917. In Briefen in seine alte Heimat erzählt „Jürnjakob Swehn, der Amerikafahrer“ vom Leben in der Neuen Welt. Als Quellen dienten Gillhoff die Briefe des 1868 nach Amerika ausgewanderten Tagelöhners Carl Wiedow (1847–1913). Die Nachfahren von Carl Wiedow leben noch heute in Iowa. Walter Hinghaus und Harry Hardenberg, beide Fotografen aus M-V, haben sich 1997 auf den Weg zu ihnen gemacht. Die fotografischen Ergebnisse dieser Reise zeigt die Ausstellung.

Walter Hinghaus (* 1941 in Neubrandenburg) ist Diplom-Fotograf und Mitbegründer des MV-Foto e. V. in Schwerin. Über Jahrzehnte hat er eine umfangreiche fotografische Sammlung über M-V erstellt. 2001 erhielt er den Kulturpreises des Landes M-V (Förderpreis).

Harry Hardenberg (* 1935 in Stralsund) lebt als freischaffender Fotograf in seiner Heimatstadt. 1993 erhielt er einen Lehrauftrag an der Universität Greifswald. Er unternahm zahlreiche Studienreisen und war mit seinen Werken an über 120 Büchern beteiligt.

 

Vortrag und Lesung mit Hartmut Brun, Polz:

Jürnjakob Swehn, der Amerikafahrer

4. September 2017, 18.30 Uhr

Stiftung Mecklenburg (im Schleswig-Holstein-Haus), Eingang Puschkinstr. 12, 19055 Schwerin

Vor 100 Jahren erschien der Roman „Jürnjakob Swehn, der Amerikafahrer“. Hartmut Brun spricht über Leben, Werk und Wirkung des Autors Johannes Gillhoff und liest aus dessen Büchern. Eine Kooperation mit der Gillhoff-Gesellschaft

Eintritt: 5 Euro

03.06.2017 bis 27.08.2017 in unseren Räumen im Schleswig-Holstein-Haus Schwerin (Eingang Puschkinstraße 12)
 
Wie ein Prisma spiegelt die grafische Sammlung der Stiftung Mecklenburg vielfältige künstlerische Positionen seit dem frühen 20. Jahrhundert.
Die Ausstellung legt erstmals in der Stiftungsgeschichte den Fokus auf das Schaffen von Künstlerinnen, die mit Mecklenburg verbunden waren oder sind.

Anna Saur und Helene Dolberg vertreten jene Generation, der die Ausbildung an Kunstakademien noch verwehrt war. Tisa von der Schulenburg hielt mit
Rohrfederzeichnungen die Kriegs- und Nachkriegsjahre eindringlich fest. Künstlerinnen wie Inge Jastram, Antje Fretwurst-Colberg oder Britta Matthies
prägen das gegenwärtige künstlerische Gesicht des Landes mit. Kurator der Ausstellung ist Peter Möller, Rastow.   

Augenblick! Grafik von Künstlerinnen in und aus Mecklenburg aus dem Bestand der Stiftung Mecklenburg
Ausstellungseröffnung mit Kuratorenführung durch Peter Möller, 02. Juni 2017, 17 Uhr, Eintritt: 3 Euro
Eintritt: 3 Euro
Gruppenführung auf Anfrage

 

Synopsien von Rudolf GahlbeckRudolf Gahlbeck (1895 – 1972) schuf neben seiner Lehrtätigkeit ein großes grafisches und malerisches Werk.

Eine besondere Werkgruppe stellen die „Synopsien“ dar, die Gahlbeck um 1925 schuf. Zu dieser Zeit begann er, selbst mit der Fähigkeit zur audiovisuellen Synästhesie ausgestattet, sich mit der Farbe-Ton-Forschung zu beschäftigen. Die unwillkürliche Verbindung von sehender und hörender Wahrnehmung nutzte er zur bildnerischen Darstellung von Musik. Mehr als 20 seiner „Synopsien“ werden nun in einer Ausstellung der Stiftung Mecklenburg im Schleswig-Holstein-Haus gezeigt.

 

Ein Audioguide ermöglicht es, zu einzelnen Bildern das passende Musikstück zu hören. Die Ausstellung wird bis zum 28. Mai gezeigt.