Podiumsdiskussion 11.11.2021

Minderheitenschutz oder gesamtgesellschaftliche Klammer?
Der Schutz des Niederdeutschen durch die Landesregierungen in Schwerin seit 1990

 

Wenn es nach dem im November letzten Jahres verstorbenen Harald Ringstorff allein gegangen wäre, dann wäre im Landtag von Mecklenburg-Vorpommern viel öfter „up platt“ diskutiert worden. Als Ministerpräsident tat er das sogar einmal im Bundesrat.

Thema dieser Veranstaltung ist die Landespolitik für die Regionalsprache seit 1990.
Hängt deren Intensität vor allem an persönlicher Leidenschaft, wie beim früheren Ministerpräsidenten Harald Ringstorff, oder ist diese ein Kontinuum über die Regierungswechsel hinweg?

Als Auftakt der Veranstaltung gibt der Schweriner Historiker und Archivar Dr. Bernd Kasten eine Einführung zum Stellenwert bzw. zur Instrumentalisierung des Plattdeutschen in verschiedenen Gesellschaftssystemen vom Kaiserreich bis zum Ende der DDR.
Im Anschluss daran wirft die Podiumsdiskussion einen kritischen Blick auf die jüngsten 31 Jahre der Landespolitik. Gefragt wird nach Erreichtem, nach verpassten Chancen und auch nach wichtigen Weichen, die es gegenwärtig für die Zukunft des Niederderdeutschen in Mecklenburg-Vorpommern zu stellen gilt.

Im Podium treffen Menschen, die im kulturellen und Bildungsbereich politische Verantwortung getragen haben, auf solche, die sich in Verbänden und Institutionen für den Erhalt und die Pflege der Regionalsprache einsetzen.
Mit dabei sind u. a. die früheren Minister Henry Tesch (CDU) und Matthias Brodkorb (SPD).

Podiumsdiskussion (Moderation: Dr. Florian Ostrop, Geschäftsführer der Stiftung Mecklenburg)

Susanne Bliemel (Niederdeutschbeauftragte M-V 1996–2011, Beauftragte für das Heimatprogramm 2016–2020)
Mathias Brodkorb (Minister für Bildung, Wissenschaft und Kultur M-V 2011–2016)
Johanna Bojarra (Landesvertreterin M-V im Bundesraat för Nedderdüütsch seit 2018)
Hartmut Brun (Vorstand Fritz-Reuter-Gesellschaft, Vorsitzender der Gillhoff-Gesellschaft seit 2000)
Thomas de Maizière (Staatssekretär Kultusministerium M-V 1990–1994, angefragt)
Dr. Cornelia Nenz (Vorstandsmitglied Heimatverband M-V e.V., NDR-Rundfunkrat seit 2017)
Dr. phil. Christoph Schmitt (Leiter des Institutes für Volkskunde an der Universität Rostock seit 1999)
Ulrike Stern (Kompetenzzentrum für Niederdeutsch-Didaktik, Greifswald)
Henry Tesch (Minister für Bildung, Wissenschaft und Kultur M-V 2006–2011)

Der Eintritt zur Veranstaltung ist frei, es ist jedoch eine verbindliche Voranmeldung erforderlich.
Teilnehmen können aufgrund der begrenzten Raumkapazität leider ausschließlich gegen COVID-19 Geimpfte sowie Genesene.
Voranmeldungen bitte an: info@stiftung-mecklenburg.de

Termin: Donnerstag, 11.11.21, 19:00 bis 21:00 Uhr 
Veranstaltungsort: Kulturforum Schleswig-Holstein-Haus, Puschkinstraße 12, 19055 Schwerin