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Neue digitale Sonderausstellung über den aus Mecklenburg vertriebenen Komponisten Robert Kahn
Ab sofort kann unter www.landesmuseum-mv.de die neue Ausstellung „Robert Kahn. Ein großer Komponist in einer kleinen Stadt“ besucht werden.
Robert Kahn (1865 – 1951) – in Berlin erfolgreich als Professor der Musikhochschule und Mitglied der Akademie der Künste – ließ 1910 für seine Familie in Feldberg eine Villa errichten.
Damit begann eine jahrzehntelange Verbindung mit Mecklenburg, die mit einer erzwungenen Auswanderung aus dem nationalsozialistischen Deutschland endete.
Acht virtuelle Räume stellen einen lange Zeit fast vergessenen genialen Musiker vor, der Anfang 1939 als Jude seine Heimat verlor. Einen Schwerpunkt bilden Hörbeispiele von Werken Robert Kahns, interpretiert durch die Mezzosopranistin Sophia Maeno und die Pianistin Maša Novosel. Die Aufnahmen hierzu enstanden in einem Projekt der Stiftung Mecklenburg mit großzügiger Förderung durch die Landeshauptstadt Schwerin. Robert Kahns Musik trägt Melancholie und zugleich Hoffnungsschwingungen in sich. Sie lädt dazu ein, in romantischen Klängen zu schwelgen, und reicht im nächsten Moment kraftvoll bis in unsere Gegenwart.
Kuratiert wurde die Ausstellung durch Mathias Richter. Die inhaltliche Basis bilden Forschungen von Dr. Reinhard Wulfhorst, Inhaber des Musikverlages Edition Massonneau, der im Jahr 2024 gemeinsam mit Sophia Maeno den Schweriner Kunst- und Kulturpreis erhalten hat.
Das Virtuelle Landesmuseum zeigt mittlerweile über 500 Exponate zur Geschichte und Kultur des Bundeslandes Mecklenburg-Vorpommern.
Das Museum wird durch die Stiftung Mecklenburg in Schwerin betrieben, in Kooperation mit dem Museumsverband in Mecklenburg-Vorpommern e.V. Das Ministerium für Wissenschaft, Kultur, Bundes- und Europaangelegenheiten MV fördert den Betrieb des Museums.

