Mecksikon-Entdecker-Tipp

 


 

Wusstet Ihr, dass der norwegische Maler Edvard Munch – vielen bekannt durch sein Gemälde „Der Schrei“ – 18 Monate lang in diesem Haus in Rostock-Warnemünde lebte?


In dem Gebäude mit der Adresse „Am Strom 53“ entstanden ab Mai 1907 zahlreiche neue Werke.
Munch war in einer Lebenskrise hierhin gereist, um sich zu erholen und wieder produktiv sein zu können.
Sein Quartier, das heutige Edvard-Munch-Haus, ist seit 1990 Baudenkmal.
Es ist eines der wenigen noch erhaltenen Warnemünder Fischerhäuser, deren Geschichte bis ins 17. Jahrhundert zurückverfolgt werden kann.
Typisch ist der Grundriss von nur wenigen Metern, da Bauland schon damals Mangelware war.
Was folgte, war die Ausdehnung in die Tiefe: Ein langer Flur führte zu mehreren, hintereinander liegenden Räumen.

Mehr dazu lest Ihr hier im Mecksikon!

 

 


 

Nahe an der Müritz, im kleinen Ort Ludorf, steht ein hochinteressantes Bauwerk: die Kirche St. Marien und St. Laurenzius.
Sie wurde als Oktogon errichtet, wahrscheinlich nach dem Vorbild der Grabeskirche in Jerusalem.
Neben der ungewöhnlichen Architektur beeindruckt auch das Innere der Kirche.
Zu den Ausstattungsstücken zählen eine Backsteinkanzel von 1855 mit Figuren der vier Evangelisten am Kanzelkorb, sowie ein ebenfalls neugotischer Altar.
Älter sind Kabinettscheiben von 1680, die einst zur alten Priborner Kirche gehörten, sowie Leuchter aus den Jahren 1688, 1699 und 1718 und die zweiflügelige, schmiedeeiserne Tür zur Gruft.
Diese wurde 1736 durch Adam Levin von Knuth eingerichtet und enthält heute neun aufwändig verzierte Zinksärge.
Die im Dach der westlichen Vorhalle hängende Glocke wurde 1709 gegossen.
Die Orgel von 1854 stammt aus der Werkstatt des renommierten Wittstocker Orgelbauers Friedrich Lütkemüller.
Über die Entstehung der Ludorfer Kirche gibt es mehrere Geschichten, eine berichtet, dass der von einem Kreuzzug zurückgekehrte Ritter Wipert von Morin die Kirche bereits 1150 bauen ließ.

Mehr erfahrt Ihr hier: Kirche Ludorf
Auch über die Siedlungsgeschichte der Gegend und das Gutshaus Ludorf – eines der ältesten Herrenhäuser in Mecklenburg – gibt es spannende Beiträge im Mecksikon!

 


 

Wir empfehlen Euch heute einen Frühlingsspaziergang über den Friedhof in Wismar.
Der Friedhof, seit 1986 Gartendenkmal, wurde 1833 im Auftrag des damaligen Bürgermeisters A.J.F. Haupt außerhalb des Stadtzentrums angelegt.
Zuvor wurden die Toten meist direkt in oder neben den Kirchen im Zentrum der Städte begraben.
Die Folge war, dass Keime und Erreger ins Trinkwasser gelangten und Krankheiten wie z. B. die Cholera auslösten.
Neben der Verlegung des Friedhofs war der 1800 geborene, fortschrittliche Jurist Haupt auch für die Errichtung des ersten städtischen Krankenhauses in Wismar verantwortlich.
Er schuf außerdem eine Armenordnung und reformierte die städtische Verwaltung.
1835 wurde er selbst auf dem Friedhof begraben.
Seine Grabstätte ist eine der vielen kulturhistorisch und geschichtlich bedeutenden Grabanlagen und Gedenkstätten auf dem Friedhof.

Mehr erfahrt Ihr im Mecksikon: Friedhof Wismar


 

Der Ort Polchow im Landkreis Rostock gilt als das älteste Dorf im Landkreis.
Es wurde 1216 erstmals urkundlich erwähnt.
Hier steht, in direkter Nachbarschaft zur Kirche, die älteste Linde Mecklenburgs.
Sie ist zwischen 800 und 1000 Jahre alt, hat einen Stammumfang von 14 Metern und wurde 1937 zum Naturdenkmal erklärt.
Die Kronenbreite misst 20 Meter.
Sie ist aus drei einzelnen Linden zusammengewachsen.
Damals war es üblich, in Kirchennähe drei Bäume zu pflanzen – um symbolisch an die Heilige Dreifaltigkeit Gottes zu erinnern.

Jedenfalls hat die Linde der Sage nach das Gotteshaus in Polchow schon einmal standhaft vor dem Teufel beschützt: … lest selbst!
Auch über die Dorfkirche und das Gutshaus Polchow erfahrt Ihr Interessantes im Mecksikon!

 


 

Der historische Bahnhof von Gadebusch/ Foto: Tourismusverband

Spaziergänge sind – besonders jetzt – eine willkommene Abwechslung.
Warum nicht dabei noch etwas lernen?
Das Mecksikon nimmt Euch mit und zeigt Euch die interessanten Orte Eurer Stadt.
In Rostock und Wismar geht es längs der Stadtmauern durch die Stadtgeschichte, in Grevesmühlen und auf der Insel Poel führen kulturhistorische Rundgänge durch die Jahrhunderte.

Auch Gadebusch, eine der ältesten Städte in Mecklenburg, solltet Ihr unbedingt (neu) entdecken: … hier

 

 


Schloss Ivenack, historische Ansicht. Fotografische Sammlung A. Mencke, Stiftung Mecklenburg

Advent ist auch die Zeit der Sagen und Geschichten.
Passend dazu erzählt der Historiker Dr. Sebastian Joost in Audiobeiträgen des Mecksikons von Ivenack und seinen Legenden.
Ivenack, auch „Mecklenburgisches Sibirien“ genannt, gehörte zu den größten und bekanntesten Gütern in Mecklenburg.
Die Grafen Plessen auf Ivenack waren neben den Freiherrn von Biel auf Zierow die Repräsentanten der weltberühmten mecklenburgischen Vollblutzucht. Von hier stammt auch der bekannte Prachthengst Herodot, den Napoleon konfiszierte und angeblich bis nach Moskau ritt.

Hören Sie selbst: … hier

 

 


 

Foto: Henning Möller

Zu den ältesten Verkehrswegen an der südlichen Ostsee zählt die Strecke zwischen den Hansestädten Lübeck und Stralsund.
In früheren Jahrhunderten brauchte man dafür mehrere Tage.
Die Wegführung wurde durch Wälder, Senken und Bäche erschwert.


Die Steinbrücke bei Neuburg führt seit dem 18. Jahrhundert über den Farpener Bach.
Sie zählt zu den ältesten in Mecklenburg.

Steinbrücke bei Neuburg (im Mecksikon)


Foto: Eckart Redersborg

Am Schwarzen Busch auf der Halbinsel Poel erinnert die Gedenkstätte „Cap Arcona“ an ein furchtbares Ereignis am 3. Mai 1945.
Deutsche SS-Wachmannschaften hatten Häftlinge aus dem KZ Neuengamme und dem KZ Fürstengrube zusammengetrieben und auf zwei Passagierschiffe – die „Cap Arcona“ und die „Thielbeck“ – verteilt.
Warum, ist nicht bekannt, möglicherweise als Faustpfand für Verhandlungen.
Englische Kampfflugzeuge flogen an diesem Tag jedoch einen Angriff auf die in der Lübecker Bucht ankernden Schiffe.
Die von Bomben getroffene „Cap Arcona“ sank, die meisten Häftlinge, knapp 6.400 Menschen, ertranken im eiskalten Wasser.
Nur wenige Häftlinge überlebten, darunter auch der bekannte, 2008 verstorbene Schauspieler Erwin Geschonneck.

Im Mecksikon-Video erinnert sich Zeitzeuge Witali Konstanda an die Rettung einiger Häftlinge:
hier …


Mühlenanlage Bad Kleinen

Foto: Volker Schrader, www.kuestenland-mv.de

Wusstet Ihr schon, dass in Bad Kleinen eine der größten Mühlenanlagen Mecklenburgs betrieben wurde?
1910 wurde hier die erste Industriemühle für Roggen und Weizen erbaut – von den Schweriner Unternehmern Wilhelm und Werner Janssen.
1924 kam eine weitere Weizenmühle hinzu, die täglich 37 Tonnen verarbeiten konnte.
Im Laufe der 30er Jahre entstanden zusätzliche Getreidesilos, Werkswohnungen und Verwaltungsgebäude.
Die Mühle wurde 1993 stillgelegt und im Mai 2018 an eine Finanzgruppe aus Wismar verkauft.
Auf dem Gelände sollen u. a. auch Eigentumswohnungen entstehen.

Mehr darüber lest Ihr im Mecksikon: hier …

 


 

Kennt Ihr schon die Geschichte von Flinti, dem legendären Piraten?
Im Mecksikon erfahrt Ihr, wie er in Grevesmühlen die gesamte Sagenwelt durcheinanderbrachte – ganz wunderbar vorgelesen von der Schauspielerin Gitte Reppin.
Auch viele weitere Sagen haben wir einsprechen lassen.

Aber hört selbst: hier …

Bild: Stadtmarketing Grevesmühlen


 

Der Boitiner Steintanz

… ist eines der bekanntesten Bodendenkmale Mecklenburgs.
In einem Wald bei Boitin liegen seit über tausend Jahren große Steine in kreisförmiger Formation.

Um die Entstehung dieser Steinkreise rankt sich eine Sage, die Ihr im Mecksikon nachlesen könnt.
Und wer weiß, vielleicht hebt Ihr ja den Schatz aus der Brautlade 😉

Boitiner Steintanz

 

Foto: Hartmut Schmied CRYPTONEUM