Buchvorstellung und Diskussion


Flucht. Eine Menschheitsgeschichte

Mit dem Autor Andreas Kossert und Gelegenheit zum Besuch der Ausstellung
„Geflüchtet vertrieben entwurzelt: Kindheiten in Mecklenburg 1945 bis 1952“

Mittwoch, 16.03.2022, 17.00 Uhr
Schleswig-Holstein-Haus, Puschkinstr. 12, 19055 Schwerin

Wir alle tragen Flucht- und Vertreibungsgeschichten in uns, so der Historiker Andreas Kossert.
Er stellt die Flüchtlingsbewegung des frühen 21. Jahrhunderts in einen großen geschichtlichen Zusammenhang.
Auf bewegende Weise zeigt er, welche existenziellen Erfahrungen von Entwurzelung und Anfeindung mit dem Verlust der Heimat einhergehen – und warum es für Flüchtlinge und Vertriebene zu allen Zeiten so schwer ist, in der Fremde neue Wurzeln zu schlagen.
Er läßt Menschen, aus Ostpreußen, Syrien oder Indien zu Wort kommen.


Sein Buch wurde für den Deutschen Sachbuchpreis 2021 nominiert und mit dem NDR Kultur Sachbuchpreis 2020 ausgezeichnet.

Eintritt frei.
Für die Teilnahme erforderlich sind derzeit der 3-G-Nachweis sowie eine vorherige Anmeldung unter info@stiftung-mecklenburg.de.


In Mecklenburg-Vorpommern ist die Erinnerung an Flucht und Vertreibung infolge des Zweiten Weltkriegs in vielen Familien noch präsent.
Etwa eine Million Deutsche, die wegen dieses Krieges ihre Heimat in Südost- und Osteuropa verlassen mussten, blieb in Mecklenburg und Vorpommern.
Mehr als ein Drittel von ihnen waren Kinder.
Die Historikerin Brit Bellmann hat sich in einer regionalgeschichtlichen Ausstellung den traumatisierenden Erlebnissen von Flucht, Vertreibung und Zwangsumsiedlung gewidmet.
Wie gestaltete sich ihre Kindheit in der unmittelbaren Nachkriegszeit in einer für sie fremden Umgebung?

Die Veranstaltung erfolgt in Kooperation der Stiftung Mecklenburg mit der Heinrich-Böll-Stiftung Mecklenburg-Vorpommern und dem Verein Politische Memoriale Mecklenburg-Vorpommern e.V.