„Battle of Gorleben“

Die „Battle of Gorleben“ an der innerdeutschen Grenze

 

EINLADUNG
zum Vortrag im Kreismuseum Herzogtum Lauenburg

wann: 14. Juni 2022, 19.00 Uhr
wo: Kreismuseum Herzogtum Lauenburg (Rokokosaal)

Am 14. Juni 2022 erinnert der Schweriner Historiker Dr. Wolf Karge im Kreismuseum Herzogtum Lauenburg an einen brisanten innerdeutschen Grenzkonflikt.
Dieser trug sich im Oktober 1966 auf der Elbe zu und beinhaltete die Gefahr einer militärischen Eskalation.

Nach dem Zweiten Weltkrieg hatten die britischen und sowjetischen Siegermächte die Elbgrenze nicht exakt festgelegt.
Doch schon bald bescherte die Verschärfung des Kalten Krieges dem Fluss besondere Aufmerksamkeit.
Die DDR beanspruchte die Elbmitte als Grenzlinie, während die Bonner Regierung die gesamte Elbe als bundesdeutsches Staatsgebiet betrachtete.

Mehrfach eskalierten die damit verbundenen Auseinandersetzungen.
Von der Westseite gehörten „Mutproben“ wie das schwimmende Überqueren der Elbe oder riskante Fahrten mit Sportbooten dazu.
Flusspatrouillen von Bundesgrenzschutz und DDR- Grenztruppen lieferten sich mitunter ebenfalls „sportliche“ Auseinandersetzungen.
Am 18. Oktober 1966 erreichten diese Geplänkel dann eine Stufe, die der Bonner Korrespondent des „Daily Telegraph“ David Shears als „Battle of Gorleben“ bezeichnete.
Jene „Schlacht“ gilt als die ernsteste Konfrontation an der innerdeutschen Grenze seit dem Krieg.

 

Der Vortrag erfolgt als Kooperation
der Stiftung Mecklenburg in Schwerin mit dem Kreismuseum Herzogtum Lauenburg.

Trevor Dady in einem britischen Radpanzer in Gorleben.
Quelle: Dr. Wolf Karge

 

Der Eintritt ist frei!